22 / Brand (Kleinheubach), 12.03.08

Einsatzbericht-Brand Kleinheubach(Brennofen)

Einsatzbericht „Brand“

Einsatznummer

22 / 2008

Einsatzdatum

12.03.2008

Einsatzort

Kleinheubach

Uhrzeit

09:53 – 12:53 Uhr

Einsatzstelle

Gottlieb-Wagner-str.

Einsatzart

Brand eines Brennofen

Eingesetzte Kräfte

23 (Großheubach)

Eingesetzte Fahrzg.

ELW, DLK 23/12(L32A), LF 16/12, TLF 8/18, RW, WLF mit AB-Wasser, GW-L 1, MZF

Eingesetzte Feuerwehren

Großheubach, Kleinheubach, Miltenberg, Rüdenau, Laudenbach

Weitere Kräfte

Polizei Miltenberg, Kripo Aschaffenburg, UgrÖEL-Süd, KBR, UgrSan-EL, Rettungsdienst, LNA

Eingesetzte Geräte

7 PA, Wärmebildkamera, 2 C-Rohre

Einsatzkurznotiz

Brand in Firmengebäude - Vier Personen mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus

 

KLEINHEUBACH, LKR. MILTENBERG. Bei einem Brand in einer Firma für Keramikwaren haben sich am Mittwochvormittag vier Beschäftigte leichte Rauchgasvergiftungen zugezogen. Das Feuer war an einem Brennofen im ersten Stock ausgebrochen. Nach etwa 45 Minuten hatten die eingesetzten Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang noch keine verlässlichen Angaben vor. Auch zur Brandursache gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Das Feuer in dem in der Gottlieb-Wagner-Straße gelegenen Betrieb war gegen 09.40 Uhr entdeckt worden. Schätzungsweise 100 Beschäftigte wurden daraufhin evakuiert. Die Feuerwehren drangen teilweise mit schwerem Atemschutz in das Gebäude ein, um die Flammen zu bekämpfen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung per Lautsprecherdurchsage von der Polizei aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.  

Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen war das Feuer an einem mehrere hunderttausend Euro teuren Brennofen für die Keramikherstellung ausgebrochen. In der Folgezeit hatte sich der Rauch über die Lüftungsanlage über mehrere Stockwerke bis auf das Dach ausgebreitet. Im ersten Stock und im Erdgeschoss entstand in erster Linie Rauch- und Rußschaden. Die wegen des Brandes einsetzende Sprinkleranlage dürfte in dem Firmengebäude ebenfalls Schäden hinterlassen haben.

Inzwischen sind Beamte der Kriminalpolizei Aschaffenburg vor Ort, um die Brandursache herauszufinden. Der Brennofen, an dem das Feuer entstanden war, ist durch den Brand vollständig zerstört worden sein. Gebäudeschaden dürfte nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen nicht entstanden sein. 

Ein Teil der evakuierten Beschäftigten konnte mittlerweile die Arbeit wieder aufnehmen.

 

Nachtrag zu Brand in Firmengebäude am Mittwochvormittag: 

Nach dem Feuer in einer Firma für Keramikwaren am Mittwochvormittag hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache übernommen. Fest steht bislang nur, dass das Feuer in der sogenannten „Gelierzone“ eines Brennofens ausgebrochen ist. Der Brennraum wird durch einen Gasbrenner mit Temperaturen bis 300 Grad erhitzt.

Unmittelbar nach dem Eingang der Feuermeldung war eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Miltenberg an dem Firmengebäude eingetroffen. Zu diesem Zeitpunkt schlugen Flammen aus dem Dach. Zunächst wurde die aus etwa 100 Mitarbeitern bestehende Belegschaft evakuiert. Vom Roten Kreuz wurden alle Beschäftigten namentlich überprüft, um so ausschließen zu können, dass sich noch jemand in dem Objekt befand. 

Nach gut einer halben Stunde hatten die knapp über 60 Feuerwehrleute den Brand gelöscht. Wie sich dann herausstellte, kamen die Flammen, die auf dem Dach zu sehen waren, aus einem Lüftungsschacht und waren nicht durch die restlichen drei Stockwerke durchgebrochen. Insgesamt dürfte durch das Feuer nur geringer Gebäudeschaden entstanden sein. Nach vorläufigen Schätzungen belaufen sich Ruß- und Rauchschäden zusammen mit dem Schaden an dem Brennofen auf etwa 250.000 Euro.  

Bei den vier Personen, die mit Verdacht auf Rauchvergiftung in das Krankenhaus Erlenbach gebracht worden waren, handelt es sich um drei Frauen und einen Mann, die in dem betroffenen Betrieb beschäftigt sind. 

Was letztendlich zu dem Feuer geführt hat, steht bislang noch nicht fest. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg dauern an.

Polizeipressebericht von PHK Karl-Heinz Schmitt   

Bericht/Bilder/Video

Feuerwehr Großheubach (PN)

Bilder : Feuerwehr Grossheubach

Einsatzvideo 1

Einsatzvideo 2

 

 

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