Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln
Alle diese
Tierchen sind nützlich und eigentlich ganz putzig (Biene Maja), solange sie
sich nicht bei uns einnisten und uns die Marmelade oder die Wurst am
Frühstückstisch anknabbern, oder sich gar in den Rollokasten
zurückziehen (Wespen). Wenn sie dann auch noch um sich stechen, ist die
Freundlichkeit bei uns Menschen schnell zu Ende. Dann wird auch die die Freiwillige Feuerwehr Großheubach um Hilfe gebeten.
Aber die
Insektenvölker dürfen nicht so einfach beseitigt werden. Voraussetzung hierfür
ist zunächst, dass die Insekten ihre Nester so ungeschickt angebracht haben
müssen, dass ein Zusammenleben mit ihnen nicht ganz ungefährlich ist. Selbst
dann wird erst geprüft, ob nicht ein Umsetzen der Völker möglich ist. Hornissennester
dürfen nur durch von der Regierung von Unterfranken autorisierte Personen
versetzt werden.
Bitte beachten Sie einige wichtige
Regeln im Umgang mit diesen Insekten:
Ø
Kleinkinder
vom Nestbereich fernhalten.
Ø
Die
Flugbahn zum Einflugloch des Nestes nicht verstellen.
Ø
Nicht
in mögliche Einfluglöcher stochern.
Ø
Keinesfalls
selbst Insektenbekämpfungsmittel einsetzen. Unsachgemäße chemische Bekämpfung
kann gefährliche Abwehrreaktionen der Wespen auslösen und zu Umweltbelastungen
führen.
Ø
In
der Nähe von Hornissennestern nachts Beleuchtung vermeiden und Fenster
geschlossen halten. Hornissen fliegen auch bei Dunkelheit und erleuchtete
Fenster stören die Orientierung.
Ø
In
Wespennähe keine hektischen Bewegungen machen.
Ø
Obst,
Kuchen, Säfte und Fleischwaren sollten nicht ohne Abdeckung stehen bleiben.
Ø
Beim
Trinken aus Flaschen, Gläsern und Getränkedosen sich immer vorher vergewissern,
dass sich kein Insekt hinein geschmuggelt hat. Kinder
sollten einen Strohhalm verwenden.
Ø
Auch
bei Obst, das direkt vom Baum verzehrt wird, muss man aufpassen. Unter
Umständen sitzt noch eine Wespe darin, die beim unbedachten Verzehr in den Mund
oder Rachen sticht.
Sollte es zu einem Stich gekommen sein, hilft
schnelles und gründliches Aussaugen der Einstichstelle und Einreiben mit einer
Insektenstichsalbe, ggf. sofort Arzt oder nächstes Krankenhaus aufsuchen.
Bei Stichen in den Mund kann als Soforthilfe ein
Eiswürfel (notfalls auch anderes Gefriergut) verwendet werden. Dann sofort zum
Arzt (Erstickungsgefahr) oder bei akuten Problemen den Notarzt (Festnetz, ohne
Vorwahl: 19222; Handy: 06021/19222)
anfordern!
Wespen sind Aasfresser. Beobachten Sie deshalb
die Einstichstelle, ob sich nicht eine Blutvergiftung abzeichnet. Dann
unbedingt zum Arzt!.
Wurden Sie in Hals oder Rachen gestochen, können
die Schwellungen durch das Lutschen von Eis und kalten Umschlägen verringert
werden. Treten Atemnot, Kreislaufprobleme, Herzrasen, Nesselsucht oder
Anzeichen eines Schocks auf, bitte sofort den Notarzt (Festnetz, ohne Vorwahl: 19222; Handy: 06021/19222)
anfordern!
Erst wenn
gar kein Übereinkommen mit der Tierwelt möglich ist und ein Verbleib des Nestes
sogar gefährlich ist, kann man etwas gegen die Insekten tun.
Naturschützer helfen
Ansprechpartner
bei Problemen mit Wespennestern ist die Naturschutzbehörde beim
Landratsamt
Miltenberg (Tel.: 5010). Umfangreiche Informationen über Wespen, Bienen und
Hornissen gibt es auch im Internet unter der Adresse www.hymenoptera.de.
... Übrigens
Für die Beseitigung sind vorrangig spezialisierte
Firmen zuständig: Die Feuerwehr darf nur bei akuter Gefährdung eingreifen, wenn
keine Fachfirma rechtzeitig eingreifen kann.
Deshalb im
Telefonbuch (Gelbe Seiten) nachschauen :
Deutscher
Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. www.dsv-bavern.org
Godesberger
Allee 142-148
D-53175
Bonn Telefon: 0228-8198-130 Telefax: 0228-8198-135
Verein zur
Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V.
Telefon:
0201- 209550 o. 0800-1010000
Ein
Honig-Früchte-Gemisch als Abwehrfalle ist wahrlich eine ausgezeichnete Nahrungsquelle
- sie lockt
aber allenfalls noch mehr Wespen in die Gegend und dürfte als Abwehrinstrument
ähnlich wirkungslos sein wie diese
"Wespenfallen" die regelmäßig in Baumärkten angeboten
werden. In diesem Zusammenhang weist
"Hymenoptera" darauf hin, dass Hornissen
ausgezeichnete "Wespenbekämpfer" sind
und dass es nur zwei von insgesamt acht
Hornissenarten
sind, die an Süßes oder Wurst gehen. Doch gerade die
freihängenden, gut
sichtbaren Hornissennester werden immer wieder
attackiert obwohl diese doch gar nicht lästig
werden. Umfangreiche Informationen zu
Hornissen finden Sie unter: www.hornissenschutz.de
Walter Lauth, Schriftführer