Generalversammlung, 25.03.2011

Freiwillige Feuerwehr Großheubach hält Generalversammlung

Neue Führung bewältigte 2010 vielfältige Einsätze

Von 58 Einsätzen, bei denen 1.537 Einsatzstunden geleistet wurden, berichtete Kommandant Peter Nies, der seit 2010 zusammen mit Sebastian Weimer die Freiwillige Feuerwehr Großheubach führt, bei der Generalversammlung. Aufgrund der stillen Alarmierung über die Funkmeldeempfänger liefen alle ohne bewusste Wahrnehmung durch die Bevölkerung ab. Die Wehr war bei acht Bränden, darunter einem Brand eines Palettenlagers im Großheubacher Industriegebiet, gefordert. Aufgrund des in Großheubach stationierten Rüstwagens konnte man bei mehreren Kfz-Unfällen wirkungsvoll helfen. Ganz besonders waren auch die Großheubacher neben den Feuerwehren Miltenberg, Breitendiel und dem Technischen Hilfswerk Miltenberg bei dem schweren Busunfall in Miltenberg gefordert. Insgesamt wurden 10 Verletzte gerettet, leider musste auch ein Toter geborgen werden. Zwei Personen, darunter ein Gleitschirmflieger, wurden aus unwegsamem Gelände transportiert. Verschiedene Suchaktionen beanspruchten die Feuerwehr Großheubach und die von ihr gestellte Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter. Fast schon Tagesgeschäfte waren Ölspurbeseitigung und Verkehrsregelungen bei Verkehrsunfällen und Veranstaltungen. Achtmal war eine Sicherheitswache zu stellen, fünfmal wurden die Feuerwehrleute aufgrund Falschalarme ins Gerätehaus gerufen. Neben den Pflichteinsätzen wurden unter anderem freiwillig bei Faschingszügen, Prozessionen und Martinszügen die Straßen abgesperrt. Weiter wurden noch Veranstaltungen wie Engelberglauf, Maibaumaufstellung und Flursäuberung unterstützt, dem gemeindlichen Bauhof ausgeholfen und Geräte für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

 

Die Ausbildung an der Drehleiter wurde weiter intensiviert. Eine Bootsübung auf dem Main wurde mit den Bürgstädter Kameraden durchgeführt, um insbesondere die dortige Slipstelle kennen zu lernen. Die Höhenretter bildeten sich monatlich an verschiedenen hohen Gebäuden der näheren Umgebung fort. Die Feuerwehrdienstleistenden optimierten neben der Fahrzeug- und Gerätepflege unter anderem den Abrollcontainer Logistik, der beim Busunfall in Miltenberg seine Bewährungsprobe hatte. Unter Leitung von Sebastian Weimer erweiterte die Unterstützungsgruppe durch praktische und theoretische Unterweisungen ihr Wissen. Andreas Difloe pflegte 483 Schläuche, darunter auch Schläuche der Feuerwehren der Stadt Miltenberg, der Stadt Klingenberg und der Werkfeuerwehr FRIPA.  

Die Jugendlichen beteiligten sich laut Jugendsprecherin Melanie Lebold bei Veranstaltungen wie Fasching, Flurreinigung und Kirchweih. Wöchentlich wechselten sich Übungen oder Unterrichte mit Dienstsport ab. Neun Feuerwehranwärter absolvierten erfolgreich den Wissenstest, drei die Bayerische Jugendleistungsspanne. Johanna Kempf, Melanie Lebold, Jakob Brunner und Frederik Kempf legten sogar die Deutsche Jugendleistungsspange mit Feuerwehranwärtern anderer Feuerwehren ab. Für die Ausbildung der Jugendlichen waren  Peter Nies, Sebastian Weimer, Jochen Neukirchen, Matthias Schönborn, Tim Straub und vor allem Jugendwart Markus Wippich verantwortlich. Gut kam die Fahrt in das Legoland an.

Schriftführer Walter Lauth wies in seinem umfangreichen Bericht auf weitere Ereignisse wie Festbesuche, Faschingskehraus, Flurreinigung und Florianstag hin.

Kassier Michael Seubert konnte einen geringen Überschuss dank der von den Feuerwehrleuten angebotenen Veranstaltungen und Spenden melden.

 

Die von Walter Lauth vorgestellte geänderte Vereinssatzung wurde einstimmig beschlossen.

Kreisbrandmeister Günter Jentzmik dankte im Namen der Kreisbrandinspektion unter anderem für die Übernahme der überörtlichen Aufgaben wie Unterstützungsgruppe und Rüstwagen und stellte als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kleinheubach auch die gute Zusammenarbeit der beiden Wehren heraus.

Bürgermeister Günther Oettinger hob das vertrauensvolle Verhältnis der neuen Feuerwehrführung mit der Marktgemeinde Großheubach hervor. Er war erfreut über die gute Jugendarbeit und kündigte an, trotz finanzieller Probleme, insbesondere nicht an der persönlichen Ausrüstung zu sparen, da davon das Leben der Feuerwehrdienstleistenden abhängen könne. 

 

Walter Lauth

Schriftführer

 

 

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