Generalversammlung, 19.03.2010

Freiwillige Feuerwehr Großheubach hält Generalversammlung,Vielfältige Einsätze waren 2009 zu bewältigen

 

Von 65 Einsätzen, bei denen 1965 Einsatzstunden geleistet wurden, berichtete Kommandant Meinrad Lebold bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Großheubach. Aufgrund der stillen Alarmierung über die Funkmeldeempfänger liefen alle ohne bewusste Wahrnehmung durch die Bevölkerung ab. Die Wehr war bei neun Bränden gefordert, darunter in der Miltenberger Altstadt und im Kirchzeller Ortskern. Hierbei wurden aufgrund der Rauchgase viele Atemschutzgeräteträger benötigt. In Großheubach wurde ein Gebäudebrand verhindert. Ein Mädchen hatte sich aus der Wohnung ausgeschlossen, auf dem Küchenherd kochte aber noch ein Topf mit Wasser. Durch das rechtzeitige Absetzen des Notrufes konnte der Herd gerade noch rechtzeitig von Feuerwehrleuten, die über eine Leiter in das Obergeschoss einstiegen, abgeschaltet werden. Hier wurde richtig schnell die Feuerwehr informiert. Leider war einige Brände, darunter eine Halle in Großheubach, auf Brandstiftungen zurückzuführen. Aufgrund des in Großheubach stationierten Rüstwagens konnte man bei mehreren Kfz-Unfällen, darunter einem Unfall mit einem LKW, wirkungsvoll helfen. Insgesamt wurden fünf Verletzte gerettet, leider musste auch ein Toter geborgen werden. Zwei Personen wurden über die Drehleiter auf Anforderung des Rettungsdienstes schonend aus der Wohnung bzw. mit geländegängigen Fahrzeugen aus unwegsamem Gelände transportiert. Verschiedene Suchaktionen beanspruchten die Feuerwehr Großheubach und die von ihr gestellte Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter. Fast schon Tagesgeschäfte waren Ölspurbeseitigung und Verkehrsregelungen bei Verkehrsunfällen und Veranstaltungen. Sechsmal war eine Sicherheitswache zu stellen, achtmal wurden die Feuerwehrleute aufgrund Falschalarme ins Gerätehaus gerufen. Neben den Pflichteinsätzen wurden unter anderem freiwillig bei Faschingszügen, Prozessionen und Martinszügen die Straßen abgesperrt. Weiter wurden noch Veranstaltungen wie Engelberglauf, Maibaumaufstellung und Flursäuberung unterstützt, dem gemeindlichen Bauhof ausgeholfen und Geräte für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Ausbildungsschwerpunkt war die neue Drehleiter. Bei einer Ölwehrübung am Main in Großheubach wurde zusammen mit den Miltenberger Kameraden die neue vom Landkreis Miltenberg beschaffte und bei der Feuerwehr Miltenberg stationierte Ölsperre eingesetzt.

Die Feuerwehrdienstleistenden optimierten neben der Fahrzeug- und Gerätepflege unter anderem in ihrer Freizeit die SMS-Alarmierung und installierten die neue Wärmebildkamera in das Löschgruppenfahrzeug. Ein Abrollcontainer für größere Einsätze wurde ausgebaut. Unter Leitung von Sebastian Weimer erweiterte die Unterstützungsgruppe durch praktische und theoretische Unterweisungen ihr Wissen. Andreas Difloe pflegte 482 Schläuche, darunter auch Schläuche der Feuerwehren der Stadt Miltenberg, der Stadt Klingenberg und der Werkfeuerwehr FRIPA.

Die Jugendlichen beteiligten sich laut Melanie Lebold bei Veranstaltungen wie Fasching, Flurreinigung und Kirchweih. Wöchentlich wechselten sich Übungen oder Unterrichte mit Dienstsport ab. Neun Feuerwehranwärter absolvierten erfolgreich den Wissenstest. Höhepunkte waren die Berufsfeuerwehrtage, die auch 2010 wieder stattfinden sollen und das Zeltlager bei Ravensburg gemeinsam mit den Feuerwehranwärtern aus Hürth und Miltenberg.

Schriftführer Walter Lauth wies in seinem umfangreichen Bericht auf weitere Ereignisse wie Festbesuche, Faschingskehraus, Flurreinigung und Florianstag hin.

Kassier Michael Seubert konnte einen geringen Überschuss dank der von den Feuerwehrleuten angebotenen Veranstaltungen melden.

 

Neue Führungsmannschaft

Die Feuerwehrleute wählten Peter Nies zum Kommandanten und Vereinsvorsitzenden und Sebastian Weimer zum Kommandantenstellvertreter und 2. Vereinsversitzenden. Die Neuwahlen waren erforderlich, da Meinrad Lebold aufgrund seiner Wahl zum Kreisbrandrat nicht mehr Kommandant sein darf, und er auch als Vereinsvorsitzender zurücktrat. Ebenso legte Jürgen Hermann aus beruflichen Gründen seine Ämter als Kommandantenstellvertreter und 2. Vereinsvorsitzender nieder.

Kreisbrandrat Karlheinz Brunner dankte bewegt für 24 Jahre Unterstützung, insbesondere durch Meinrad Lebold, aber auch der gesamten Wehr. Sein Grußwort beantworteten die Anwesenden mit stehenden Ovationen.

Bürgermeister Günther Oettinger betonte, dass die gute technische Ausrüstung für die Großheubacher Feuerwehrdienstleistenden zugleich Fluch und Segen sei. Diese sei gut für das Helfen, aber setze auch eine gründliche, langwierige und andauernde Ausbildung voraus. Er dankte insbesondere Jugendwart Markus Wippich und seinen Helfern für die phantastische Jugendarbeit und allen Feuerwehrleuten für ihr Engagement.

 

 

 

Bericht von Walter Lauth, Schriftführer

 

Impressum

  |  

Impressum

  |  

Sie sind hier:  >> Aktuelles  >> 2010