Neue Ölsperre getestet

Die Feuerwehren Großheubach und Miltenberg setzten erstmals die vom Landkreis Miltenberg beschaffte Ölsperre auf dem Main zwischen Großheubach und Kleinheubach ein, wobei die allgemeine Sperre der Mainschifffahrt genutzt wurde.
Die Ölsperre der Fa. Roßbach Umwelttechnik dient dazu, bei Ölaustritten, auch auf schnell fließenden Gewässern wie dem Main, das Öl vom Wasser zu trennen. Sie hat eine Länge von insgesamt 400 m und ist aufgrund ihrer geringen Eintauchtiefe auch in flachen Gewässern einsetzbar. Durch die wirbelsäulen-ähnliche Bauweise und die 10-m langen lösbaren Abschnitte kann sie genau der Gewässerbreite angepasst werden. Sie besteht aus einem hochfesten Polyester-Trägergewebe, das beidseitig mit Vinyl beschichtet ist.
Sie ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Miltenberg auf einem Abrollcontainer stationiert. Dadurch wird ein LKW-Fahrgestell eingespart. Der Container kann von entsprechenden Fahrzeugen, die derzeit bei den Feuerwehren Großheubach, Miltenberg und beim THW Obernburg stationiert sind, zu den Einsatzorten transportiert werden.
Bei der Übung wurde die Sperre zuerst auf der Großheubacher Seite des Maiufers befestigt und dann von Feuerwehr-Booten schräg aufwärts zum Kleinheubacher Ufer mit einer Länge von 290 m gespannt. Das Öl wäre somit auf das Großheubacher Ufer gelenkt und dann dort mit Spezialgeräten, die bei der Feuerwehren Großheubach, Obernburg und Wörth und beim THW Obernburg stationiert sind, vom Wasser getrennt und entsorgt worden. Die Übung, die von Kreisbrandrat Brunner und den Kommandanten Meinrad Lebold (Großheubach) und Matthias Rudolf (Miltenberg) geleitet wurde, war erfolgreich und brachte wichtige Einsatzerkenntnisse.
Bericht: FF Großheubach(Walter Lauth)
Bilder: FF Großheubach (PN)

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