"600 Brandtote" sind zu viel"

Die Freiwilligen Feuerwehr Großheubach stellt in einigen Beiträgen die Alarmierung, das richtige Verhalten, den Feuerwehr-Dien

„600 Brandtote“ sind zu viel“

Feuerwehr-Jahresaktion zu Verhütung von Bränden im Haushalt

 

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. 6.000 werden dadurch verletzt. Die meisten Brände passieren zu Hause.

 

Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen fast 4 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisse werden in 31 Prozent der Fälle durch Elektrizität und in 19 Prozent durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. „Durch Unwissenheit und falsches Verhalten werden in vielen Fällen die Brandfolgen verschlimmert“, erklärt Meinrad Lebold, Kommandant der Großheubacher Wehr.

Die unbeaufsichtigte Kerze, das vergessene Essen auf dem Herd, das eingeschaltete Bügeleisen, spielende Kinder, die eine Herdplatte einschalten oder einen heißen Topf vom Kochfeld ziehen, ein Raucher im Bett, Spiritus als Grillanzünder, Elektrogeräte im Standby-Betrieb, sind beispielsweise die Brandursachen für rund 3.800 Wohnungsbrände, zu denen die Feuerwehren Bayerns jährlich ausrücken müssen. „Viele der rund 600 Brandtoten könnten noch Leben, wenn in der Wohnung ein Rauchmelder installiert gewesen wäre“, sagt Meinrad Lebold. Ein Rauchmelder schlägt Alarm, wenn es zu einer Rauchentwicklung kommt. Wertvolle Minuten können gewonnen werden, um sich in Sicherheit zu bringen. „Viele meinen, wenn es brennt, bleiben mehr als zehn Minuten um die Wohnung zu verlassen.“ Unter Umständen ein tödlicher Irrtum: Durchschnittlich bleiben nur vier Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

 

Nach Entdeckung des Brandes

·         Türe zum Brandraum zu schließen

·         Feuerwehr über den europaweiten Notruf 112 zu verständigen.

·         möglichst genaue Ortsbeschreibung und eine Einschätzung der Lage liefern (Personen noch im Brandbereich ?).

·         Betroffene Personen warnen und ggf. Verletzte und Hilflose mitnehmen und unterstützen.

·         Im Hinterkopf behalten: Kinder in Panik verstecken sich gerne.

·         Keine Aufzüge benutzen.

·         Feuerwehr bei Eintreffen einweisen und möglichst alle Schlüssel übergeben

 

Übrigens: Der Einsatz der Feuerwehr bei Bränden ist kostenlos, falls nicht Brandstiftung oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt.


Eine immer noch unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus. Deshalb sollte man bei verrauchten Treppenhäusern und Korridoren im Zimmer bleiben, Türen abdichten und sich am Fenster bemerkbar machen bis die Feuerwehr eintrifft. Ist eine Flucht durch den Rauch unumgänglich, sorgt die Fortbewegung am Boden für eine bessere Sicht. Eigene Löschversuche nur durchführen, wenn eine eigene Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Im Ernstfall gilt: Personenrettung geht vor Brandbekämpfung.

Mit der Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009 möchten die Feuerwehren auf die Brandgefahren die im Haushalt lauern hinweisen und dazu beitragen, dass es künftig weniger Brände mit weniger Toten und Verletzten gibt. Ein wesentlicher Beitrag hierzu würde die flächendeckende Installation von Rauchmeldern leisten. Von den politischen Gremien fordern die Feuerwehrverbände eine Rauchmelderpflicht für Wohnungen.

 

 

Auch Sie, ob Frau oder Mann, können aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Großheubach werden, wenn Sie zwischen 12 und 60 Jahre alt und gesund sind. Wir treffen uns jeden Montag im Gerätehaus, Beim Trieb 38,  19 Uhr 30, Tel.-Nr. 80112.

Kommandant Meinrad Lebold ist tagsüber unter 4099-31 zu erreichen.

Weitere Informationen über die Freiwillige Feuerwehr Großheubach im Internet unter

www.Feuerwehr-Grossheubach.de.

 

Walter Lauth, Schriftführer

 

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